tja, nun muss ich mich mal auslassen über das
ABIT ST6
ich habe über ein halbes jahr das Asus TUSL2-C intensiv genutzt .
so beziehe ich mich in diesem beitrag auch öfters auf das tusl2-c. (Review hier)
mit dem PIII-S 1400 warf sich dann allerdings ein problem mit der vcore auf. ab hier.
deshalb orderte ich ein st6. (ein board sollte eh als cruncher dienen)
@ softmenü:
im bios gleich oben das so vielgepriesene "ABIT SoftMenü III":
also gleich mal rein, und... man kann den fsb und die vcore einstellen... ganz toll... gähn.
wichtige weitere optionen fehlen hier.
auch kennt man hier nur die zahlen 3 und 4, warum gibts kein klartext für den fsb?
das manual ist an dieser stelle auch nicht recht hilfreich.
leider kennt das bios kein SMART und kann es auch nicht auslesen.
meine cruncher- (und experimentier-) hdd hat einen solchen fehler, den das tusl2-c zuverlässig ausliest.
dieser fehler wird beim tusl2-c zwischen bios und boot ausgegeben, bleibt stehen mit blinkender meldung
nun ist man gewarnt, und kann seine daten sichern.
das st6 meldet nichts, das fehlen dieser option ist ein schwerer fehler!
beim bios-flash wurde es dann spannend. der rechner ist 3mal abgestürzt, glücklicherweise aber nicht direkt im flashvorgang.
ich erstellte 'ne startdiskette mit den 3 dos-dateien und dem 9p und setzte alles auf default.
soviel kann man ja beim flashen nun wirklich nicht falsch machen, dennoch...?
die irq verteilung auf dem st6 ist etwas unglücklich geraten.
ich habe es hier nicht geschafft für all meine (wenigen) komponenten einen eigenen irq zu belegen.
(nic ; sound ; graka)
irgend ein irq ist immer doppelt belegt (11), und einer bleibt trotzdem frei (4).
auf dem tusl2-c waren alle irq's solo belegt (nic ; onboardsound ; graka), und das obwohl der onboardsound nicht umsteckbar ist!
weitere anmerkungen in stichpunktform:
gut:
- etwas kräftigere spannungsaufbereitung mit weit einstellbaren spannungswerten auch ohne vidpin.
- der frontsidebus ist in 1MHz-schritten bis 250MHz synchron einstellbar.
- biospieps ist onboard
- genaue core-temp auslesung (aber etwas zappelig)
- 4er pci teiler ab 125 fsb möglich (aber nicht immer funktionell mit einigen komponenten)
schlecht:
- durcheinandergewürfelte unübersichtliche biosoptionen.
- nur widerwillig komm ich ins bios, hier hilft nur hartnäckig auf Entf bleiben.
- die ram-verriegelung stößt an die graka an, bei rammontage muß erst die graka raus. (radeon 8500)
- einige oc-optionen fehlen (Vi/o-einstellung ; DRAM Page Closing Policy: all banks<->one bank ; sdram data driving mode)
- bios kann kein SMART auslesen bzw fehler melden.
- billiger AC97 onboard-sound, der ab ca. 37MHz fsb funktionslos ist.
- unklare, schlecht ersichtliche revisionsnummer auf dem board.
neutral:
- die ide anschlüsse "hängen" etwas in der luft, das board biegt sich beträchtlich durch beim einstecken der ide stecker.
(keine befestigungspunkte zum schrauben in der nähe)
- der lochabstand zur nb-kühler befestigung ist größer (als beim tusl2-c) und es gibt viel platz ringsrum.
- leider kein "tweaked-bios" verfügbar.
- meine board-temp ist momentan 61°C/idle und 82°C/load...?
(könnte von der auch (über) stark ausgelasteten vcore versorgung kommen)
- spannungswerte sind etwas zappelig.
- keine revisionsnummer für das manual.
- bios-version steht nicht auf dem gesockelten rom.
- das board ist ca. 4cm breiter als das asus.
fazit:
das st6 ist ein qualitativ eher mäßiges board, was aber seine eigentliche funktion dennoch gut erfüllt (sogar reliable
es ist (nur) für den erfahrenen user, welcher nur mit besten oc's aber auch kleinen fehlerchen leben kann.
das st6 gibt mir das was ich suchte, eine etwas stabilere vcore-versorgung für den betrieb des PIII-S 1400@1768 bei 1,60v.
das tusl2-c ist das qualitativ weit bessere board, mit problemlosem betrieb und auch sehr guten oc-eigenschaften.
... und weil das so ist, hat die mehrheit auch dieses board in nutzung.



