Alter Rechner verweigert neues Netzteil

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Alter Rechner verweigert neues Netzteil

Beitragvon Doc » 18.03.2014 - 09:42

Hallo an den harten Kern!

Letztes Wochenende habe ich von meinem Bruder meine Langzeit-Leihgabe zurückerhalten:

    Asus PC-DL Deluxe
    2x Xeon Gallatin 3,2 GHz 1 MB L3
    4 GB RAM
    WD Raptor 74 GB
    ...


Die originale Grafikkarte (X800 pro) ist bei ihm gestorben und wurde durch eine PNY GeForce 6200 ersetzt (wenigstens passiv). Ebenso ist es dem Netzteil (Tagan 470 W) ergangen. Hier hat er allerdings das billigste gekauft, was er finden konnte. Das Ding ist mit dem System deutlich an seiner Belastungsgrenze.

Da ist mir eingefallen, dass ich noch ein Enermax Galaxy 850 W im Schrank habe, was vor einiger Zeit in meinem aktuellen System durch ein passives Netzteil ersetzt wurde. Kurzum eingebaut musste ich leider feststellen, dass die Hardware von 2003 nicht mit dem Netzteil von 2006 klar kommt.
Die LED auf dem Mainboard leuchtet und nach dem Drücken des Power-Tasters geht auch erstmal alles an. Danach bleibt das System aber noch vor dem Piepston hängen - Power LED an, HDD LED an, Lüfter laufen, CPU0 wird warm - aber kein Bild. Steckt man das alte Netzteil wieder an, läufts wieder. Das Enermax Galaxy schließe ich als Fehlerquelle aus, da es bis zum Ausbau funktioniert hat.
Hat hier vielleicht noch jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Ich hab testweise mal das Board ganz ohne andere Geräte betrieben, was aber auch erfolglos blieb (die HDD LED war dann aber aus). ATX ist doch eigentlich genormt und sollte entsprechend überall gleich sein.

Den Rechner wollte ich eigentlich funktionierend in mein Museum stellen und ab und zu mal - wie 'ne alte Dampflokomotive - anwerfen.


VG
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- E6850 (2x 3GHz)
:: Asus P5E :: 4x 2048MB PC800 :: 2x Sapphire HD3870 :: 3x SpinPoint F1 750GB :: @Lian Li PC-A71B :::: Vista B. 64bit en
- UltraSPARC III 900MHz x2
:: 4x 128MB + 4x 256MB (1,5GB) SDRAM reg. ECC :: Elite3D-m6 Series 2 :: 2x ST336605FC :::: Solaris 10 11/06
- C2D T7200 2GHz
:: ASUS A8JS (NB) :: 2x 2GB DDR2-800 SO-DIMM :: GeForce Go 7700 256+256MB :: 250GB SATA :::: Vista B.

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Beitragvon Doc » 19.03.2014 - 21:25

Tach!

Nachdem ich die Kiste gestern links liegen lassen habe, gab es heute noch einen letzten Versuch mit einer neuen Idee: Ich hab einfach mal die Grafikkarte rausgebaut und siehe da -> er piepst wieder. Ohne Grafikkarte lässt sich so eine Workstation natürlich schlecht benutzen. Zudem sind die haben die Fragezeichen über meinem Kopf in ihrer Zahl eher zugenommen.
Warum um alles in der Welt hat die Grafikkarte Probleme mit dem Netzteil oder umgedreht - das Netzteil mit der Grafikkarte?

Code: Alles auswählen

                        3.3V    5V     5VSB    -12V    12V
Altes NT                31A     40A    2A      0,8A    23A
Enermax Galaxy 850      30A     30A    6A      0,6A    5x 17A


3,3V und 5V können beim Enermax mit 50% Überlast betrieben werden. Ich bin mit jetzt nicht sicher, aus welcher Leitung die Grafikkarte bedient wird, aber eigentlich ist auch beim neuen Netzteil bei allen Spannungen genügend Leistung vorhanden. Ich werd morgen mal versuchen ein Multimeter aufzutreiben, um die Spannungen zu überprüfen. Ich fürchte fast, dass es sich hierbei um ein Unterlast-Problem handelt und das Netzteil irgendeine Spannung einfach nicht zuschaltet, weil zu wenig Leistung abgerufen wird - bei Überlast würde das Netzteil piepsen.

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Beitragvon elector » 21.03.2014 - 20:52

Sehr merkwürdig.

Unterlast des NT ist sehr unwahrscheinlich. Sobald es auf einer Schiene Probleme gibt, schaltet sich i.d.R. gleich das ganze NT ab.
Außerdem ziehen die Gallatins wie sau (aus den Step-Downs über die 12V-Schiene -> EPS-Anschluss) und die PNY GeForce 6200 kommt ja ohne extra Stromanschluss aus und wird daher entsprechend mehr aus dem AGP ziehen, dessen Strom bei den AGP-Versorgungsspannungen von 1,5V/3,3V wohl eher aus der 3,3V-Schiene kommt. Damit sind die Lasten eher gleichmäßiger verteilt, als vorher.

Auch ein Multimeter gibt nicht immer Sicherheit über die Spannungsqualität. Es ist ein guter Anfang, aber nicht der Weisheits letzter Schluss, da der Ripple und die Ausregelung der Lastschwankungen im ms-Bereich nicht dargestellt werden kann. Die Frage ist jedoch, ob dir selbst das was bringen wird, wenn man nicht weiß, wie es aussehen sollte.

Falls du nicht bald den Fehler findest, würde ich dir den Tipp geben, es einfach sein zu lassen. Um 'ne Geforce 6200 muss es einem nicht Leid tun. Ich selber habe nämlich mit einem meiner Rechner jetzt auch eine Situation, bei der ich nicht weiß, ob es die Mühe wert ist, da mannigfaltige Fehlersuchen ohne Ergebnis mir bereits massig Zeit gekostet haben - nur ist das Ding halt sehr viel teurer als so 'ne Billig-Grafikkarte, die dich sowieso nur mit niedrigen Frames schockt - wenn sie denn mal mit dem NT läuft. Vielleicht ist sie auch einfach 'ne Oberwellen-Memme, die bei jedem Hügelchen in der Gleichspannungsversorgung rumquakt.

Wenn du dir 'ne gebrauchte Vollgas-AGP (ohne amputierte Value-GPU) für 'nen Appel und 'nen Ei schießen kannst, wäre dies eine ohnehin standesgemäßere Ausstattung für eine Museums-Workstation. Mit der PNY kann sich dann jemand anders rumärgern.
Als Bonus würdest du bei den AGP-NVIDIAs auch noch die guten alten Stereo-Treiber (DirectX & OpenGL Stereo-3D) bis XP laufen lassen können.


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