Problem mit HP NW 8000 NC8000 NC6000

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Moderator: Rio71

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Problem mit HP NW 8000 NC8000 NC6000

Post by Twister » 18.02.2010 - 10:37

Erst einmal an all die ein Hallo, die Probleme mit eines der im Titel genanten Notebooks haben. Ich werde hier in diesem Beitrag zwei Probleme beschreiben und wie ich diese gelöst habe.

Das erste Problem betrifft das Überhitzen den Grafikkarte des NW 8000.
Diese Störung führt zu Bildschirmflattern bei Spielen wie in Dawn of War oder Age of Empires III.

Das zweite Problem ist eine HP Seuche bei diesen Typen. Es betrifft den Ausfall des Powermanagementsystems. Fehlerbild ist, nach dem Einschalten läuft das Notebook für maximal 10 Sekunden an. Wlan und Batterielampe leuchten dabei. Ursache ist oder sind kalte Lötstellen des Maxim Chips 1987 dieser führte zum Ausfall meines Notebooks vor zwei Tagen. Den Schaden habe ich scheinbar behoben, da ich diesen Bericht an diesem Gerät schreibe.

Beide Berichte werde ich ausführlich mit Bildmaterial belegen. Gerade Fotos zum Platinenlayout der NC/NW 8000 Serie sind zum Thema Stromproblem so gut wie gar nicht im Netz zu finden. Dafür aber in Überfluss die für das NC 6000.

Kommen wir zum Grafikproblem.

Die Grafikkarte wird sehr heiß. Dadurch kommt nach einiger Zeit beim Zocken das Bildschirmflackern. Gelöst habe ich das Problem mit drei kleinen Speicherkühlern, die ich auf die Kupferabdeckung der Grafikkarte geklebt habe. Dazu musste ich lediglich nur die Tastatur abnehmen um diese zu montieren. Beim positionieren solltet ihr darauf achten, das die Kühler nicht der den tiefen Stellen der Tastatur in die quere kommt. Befestigt habe ich die Kühler mit Wärmeleitkleber.

album_pic.php?pic_id=1069
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Das Stromproblem ist ein heikles Thema.

Beim NC/NW 8000 sitzt der Chip links vom Touchpad und rechts von den Kontaktn des Akkus. Ich habe den Akku immer reinrutschen lassen. Ich denke, dass das die Ursache für die Störung war.


Der Bildschirm sowie die Oberseite vom Gehäuse müssen entfernt werden.
Der Chip hat 40 Beine 10 auf jeder Seite. Es handelt sich um eine Oberflächenmontage des Chips.

Ich habe für die Reparatur einen ganzen Abend benötigt, da nach dem Zusammenbau die Störung nach kürzester Zeit wieder auftrat.

Ich habe mit Lötfett von Conrad (max 3€) alle vier Seiten des Chips mit einem Ohrenstäbchen eingefettet und mit einen sauberen spitzen Gaslötkolben mit maximaler Temperatur alle Beinchen nacheinander erhitzt.

Bei den ersten zwei Versuchen trat der Fehler nach ein paar Minuten wieder auf.
Beim dritten Mahl war es mir mittlerweile egal ob ich den Chip grille, da das erneute zerlegen des Notebook bei mir Frust erzeugte und ja ich habe das Gerät im zerlegten Zustand über die Dockingstation angefahren um zu sehen, ob der Fehler behoben sei.

Beim letzten Versuch habe ich zwei mahl hintereinander im Kreis die Beinchen etwas länger erhitzt. Nur um sicherzustellen, dass ich die kalte Lötstelle auch wirklich beseitigt haben.

Erst dann lief bis jetzt das Notebook ohne Aussetzer nach dem Zusammenbau.

Direkt am Chip steht noch die Bezeichnung R17 und C156

album_pic.php?pic_id=1070
album_pic.php?pic_id=1071

Es gibt noch andere Methoden, die mir persönlich nicht so zusagen.

Das nackte Mainboard bei 200° ungefähr 7 bis 10 Minuten backen oder mit Lötzinn alle 40 Seiten vom Chip eindecken. Dabei werden alle 10 Beinchen pro Seite kurz geschlossen und dann mit Lötsauglitze und dem Lötkolben das überschüssige Lötgut wieder entfernt. Dadurch wird der Kurzschluss zwischen den einzelnen Beinchen zueinander wieder aufgehoben. Dafür sollte aber alle 40 Beinchen des Chips wieder Kontakt zur Platine haben.

Auf Youtube gibt es genügend Videos zu diesem Thema betreffend des NC 6000.

Noch ein Tip am Rande, wer das Board freigelegt hat, sollte dies direkt reinigen. Auf den verlinkten Bildern nicht zu erkennen aber dafür auf den Originalen sieht man viele verschiedene Haare und Staubpatikel, die eine leitende Brücke zu anderen Bauteilen bilden könnten.
Last edited by Twister on 27.08.2011 - 14:42, edited 9 times in total.
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Post by Twister » 08.07.2011 - 06:39

Thema wurde am 07.07.2011 editiert und ist gröstenteils neu. Wollte keinen neuen Beitrag eröffnen.
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Post by Schrank21 » 09.07.2011 - 20:55

Hm, Bilder würden mich schon nocht interessieren.
Allgemein finde ich Mods an Notebooks, die Serienprobleme haben, immer interessant.
Gerade diese Notebookklasse bekommt man ja jetzt sehr billig, obwohl sie noch gut Leistung haben und schöne Geräte sind.
Gigabyte GA-73PVM-S2H || Pentium Q6600 2,4GHz || Sapphire Radeon HD4350 || Intel Pro/1000g || 2x2048MB DDR2-6400 || Seasonic S12II-330W || Slackware 14.1
Apple Macbook Air || i5-5250U || 8Gig || 128GB SSD || 11" WXGA || Mac OSX 10.10
Sun Netra T1 AC200 || UltraSPARC-IIe 500Mhz || 1Gig || 2x18,6GB SCA || 6xFast Ethernet || NetBSD 6.1.5

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Post by TigersClaw » 09.07.2011 - 21:11

Für die User, die sich sowas nicht selbst zutrauen:

http://www.nano-pcservice.de/

repariert sowas recht günstig.

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Post by Twister » 12.07.2011 - 18:48

Ich habe die Bilder als Link hinterlegt. Leider ließen diese sich nicht als Image einbinden.
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